Jason Moran

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Jason Moran, Moers Festival, 10. Mai 2008

Jason Joseph Moran (* 21. Januar 1975 in Houston, Texas) ist ein US-amerikanischer Jazz-Pianist.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moran schloss 1993 sein Musikstudium an der High School for the Performing and Visual Arts in Houston (Texas) ab. Vorbilder Morans sind Thelonious Monk, Andrew Hill und Don Pullen. Er spielte längere Zeit in der Band von Greg Osby Klavier und trat 1999 mit seinem Album Soundtrack To Human Motian hervor. In den Jahren 2003 und 2004 erhielt Moran in der Kritikerumfrage des amerikanischen Jazzmagazins Down Beat die Auszeichnung „Bester Nachwuchskünstler“ in gleich drei Kategorien.

Seit dem Album Facing Left hat er mit Taurus Mateen (Bass) und Nasheet Waits (Schlagzeug), mit denen er schon auf dem kurz zuvor erschienenen Blue Note Allstar-Projekt New Directions gespielt hatte, eine Stammbegleitformation mit dem Namen The Bandwagon. Marvin Sewell (Gitarre), zuvor sechs Jahre bei Cassandra Wilson und zuletzt ihr musikalischer Direktor, komplettiert die Band seit dem Album Same Mother. Zu hören ist er u. a. auch auf Stephanie Richards’ Album Supersense (2020). Im Duo mit Archie Shepp entstand das Livealbum Let My People Go (2021).

Jason Morans klassische Ausbildung und der daraus entstandene Zugang zum Klavier spielt für seine musikalische Praxis eine erhebliche Rolle. Sein Stil gilt als sehr konzentriert und offen für viele musikalische Einflüsse und Sichtweisen.

Jason Moran lebt und arbeitet in New York. Er ist mit der Mezzosopranistin Alicia Hall Moran verheiratet.

2010 wurde er MacArthur Fellow, 2011 erhielt er den ECHO Jazz (Instrumentalist/in des Jahres international – Piano/Keyboards).

2018 wurde er in die Academy of Motion Picture Arts and Sciences berufen, die jährlich die Oscars vergibt.[1] 2022 wurde Moran in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titel Jahr Label Anmerkungen
Soundtrack To Human Motian 1999 Blue Note
New Directions 2000 Blue Note mit Stefon Harris, Greg Osby, Mark Shim
Facing Left 2000 Blue Note
Black Stars 2001 Blue Note
Modernistic 2002 Blue Note
The Bandwagon 2003 Blue Note Live
Same Mother 2005 Blue Note
Artist in Residence 2006 Blue Note
Ten 2010 Blue Note
All Rise: A Joyful Elegy for Fats Waller 2014 Blue Note
The Armory Concert 2016 Yes Records Eröffnungskonzert der Artists Studio Series, produziert von Park Avenue Armory im neu restaurierten Veterans Room
Bangs 2017 Yes
Thanksgiving at The Vanguard 2017 Yes
Walking Distance featuring Jason Moran: Freebird 2018
The Sound Will Tell You 2021 [2] solo
Live at Big Ears Moran 2021 Milford Graves & Jason Moran mit zwei Konzertmitschnitten vom Big Ears Festival in Knoxville, Tennessee (2018) und dem Philadelphia Institute of Contemporary Art (2020)[3][4]

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Ich versuche das Element des Designs, also klare Linien, Kontraste und Raum, ebenso in meiner Musik wirken zu lassen. An bestimmten Punkten kann die Musik ungeheuer dicht sein, um nur wenige Augenblicke später der größten Sparsamkeit verpflichtet zu sein. Die Kunst des Designs besteht darin, die richtige Balance zwischen verschiedenen Elementen zu finden.“

„Ich halte meine Musik für einfach. Manche Leute verstehen sie als sehr intellektuell, ich halte sie selbst jedoch für den banalen Ausdruck dessen, der ich bin.“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Jason Moran – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Academy invites 928 to Membersphip. In: oscars.org (abgerufen am 26. Juni 2018).
  2. The Sound Will Tell You bei Bandcamp
  3. Graves / Moran - Live at Big Ears bei Bandcamp
  4. Eric Dawson: Big Ears 2018 – Q&A With Milford Graves. Knoxville.com, 28. Februar 2018, abgerufen am 4. April 2021 (englisch).