Korčula

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Insel Korčula
Ansicht des Inselhauptorts Korčula (Stadt)
Ansicht des Inselhauptorts Korčula (Stadt)
Gewässer Adriatisches Meer
Geographische Lage 42° 56′ N, 16° 51′ OKoordinaten: 42° 56′ N, 16° 51′ O
Korčula (Dubrovnik-Neretva)
Korčula (Dubrovnik-Neretva)
Länge 46,8 km
Breite 7,8 km
Fläche 279 km²
Höchste Erhebung Klupca
568 m
Einwohner 17.038 (2001)
61 Einw./km²
Hauptort Korčula (Stadt)

Korčula [ˈkɔːrtʃula] (italienisch Curzola, altgriechisch Μέλαινα Κόρκυρα Melaina Korkyra „Schwarzes Korfu“ [nach den dunklen Kiefernwäldern], daher auch lateinisch Corcyra Nigra) ist eine Insel in der Adria vor der Küste Süddalmatiens.

Die schmale, knapp 47 km lange Insel, ist auf der Osthälfte wenig fruchtbar, doch befindet sich dort die Stadt Korčula, in der etwa ein Viertel der Bevölkerung lebt. Hingegen ist die Westhälfte wasserreicher, und so profitieren Ackerbau und Viehhaltung stärker von dem milden Klima. Die vier Dörfer des Westens bilden seit jeher ein politisches und wirtschaftliches Gegengewicht gegen die einzige Stadt der Insel, wo sich allerdings seit langer Zeit das administrative Zentrum befindet.

Besiedelt ist Korčula mindestens seit der letzten Kaltzeit durch Jäger, Sammler und Fischer, als die heutige Insel noch ein Hügel in einer weitläufigen Ebene war. Spätestens ab dem 5. Jahrtausend v. Chr. lebten dort Bauern. Der Überlieferung nach entstand im frühen 6. Jahrhundert v. Chr. die Hauptstadt als griechische Kolonie, die fast ein Jahrtausend lang zum Römischen, bzw. Oströmischen Reich gehörte. Benachbarte Mächte, wie Ungarn, Venedig, aber auch wieder Ostrom-Byzanz okkupierten die Insel, wobei sich diese dennoch über mehrere Jahrhunderte großer Autonomie erfreute. Auch als die Insel 1420 endgültig an Venedig kam – sie hatte sich Venedig freiwillig unterstellt –, blieben die inneren Verhältnisse davon nur wenig berührt. Die Gesellschaft blieb in städtische Patrizier und die überwiegend ländliche Bevölkerung der vier Dörfer im Westen geteilt. Erst die Kämpfe zwischen Venedig und dem Osmanenreich veranlassten ersteres die Inselhauptstadt massiv zu befestigen und die Bevölkerung stärker in das Kolonialsystem einzubinden. 1797 kam Curzola, wie die Insel zu dieser Zeit meist noch genannt wurde, nach dem Ende der Republik Venedig an Frankreich, dann für zwei Jahre an Großbritannien, blieb von 1815 bis 1918 österreichisch, schließlich kam die Insel 1918 an Jugoslawien. Seit 1991 ist sie kroatisch.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Insel Curzola, Ausschnitt aus einer Generalkarte von 1913
Vela Luka, 2010
Smokvica, 2006

Die Insel gehört zur kroatischen Gespanschaft Dubrovnik-Neretva. Sie hat eine Fläche von 279,03 km² und ist dabei 46,8 km lang und 5,3–7,8 km breit. Der Pelješkikanal zwischen Korčula und der Halbinsel Pelješac ist etwa zwei Kilometer breit, die Entfernung zum Festland beträgt 1,5 km. Die Gewässer um die Insel sind bis zu 75 m tief.

Die überraschend waldreiche Insel – Schutzmaßnahmen seit dem Hochmittelalter sorgten für die Erhaltung der Wälder – teilt sich in eine fruchtbare westliche und eine etwas kargere östliche Hälfte, wobei das Relief der Insel von einer Hügelkette dominiert wird. Von dieser Kette reichen zahlreiche Karsttäler hinab bis an den Küstensaum. Die höchsten Erhebungen sind die Berge Klupca mit 568 m und Kom mit 510 m, das Westende der Insel dominiert der 376 m hohe Hum. Auf der Insel existieren keine Gewässer, jedoch bestehen Senken mit Lehmboden, wo sich Wasser sammelt.

In östlicher Richtung reichen die Täler von Močila über Dubrava, das Žomovsko Polje, Gornje Blato, Donje Blato bis zum sandigen Lumbardsko Polje an der Ostspitze. In der westlichen Hälfte, auf der Nordseite der Hügel, reihen sich Täler von Kapja über Krtinja Mševo bis in das größte Inseltal, das oft schlammige Bato Polje, und weiter von dort über Kruševo und Vrbovica bis zur Bucht von Vela Luka. Auf der Südseite reichen die Täler von Konopljica über das Čarsko Polje, Smokvičko Polje und Sitnica Polje bis nach Gornji Lov. Die westliche Hälfte Korčulas ist von den sich westlich des Dorfes Smokvica nach Westen hin öffnenden und abflachenden Hügeln geprägt, zwischen denen weitläufige Täler und Ebenen mit Feldern, Weiden, Weingärten und Wälder hervortreten.

Die östliche Hälfte der Insel umfasst dagegen das Zentrum der Hügelkette – die dortigen Karstgebiete mit ihren felsigen und trockeneren Böden ließen hier, im Gegensatz zum Westen, weniger Raum für Landwirtschaft; das gilt umso mehr für die küstennahen, sandigen Gebiete. Obwohl die Insel, im Gegensatz etwa zu Brač, ein urbanes Zentrum aufweist, nämlich die im Osten der Insel gelegene kleine Stadt Korčula, wurde die Ökonomie von der Landbevölkerung dominiert.[1]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klima ist mild, die Durchschnittstemperatur beträgt im Januar 9,8 °C (in der Stadt Korčula) und im Juli 26,9 °C. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt 1100 mm. Im Frühjahr und Sommer fällt meist sehr wenig Regen. Es werden rund 2700 Sonnenstunden im Jahr (in Vela Luka) verzeichnet. Auf den höheren Bergen fällt manchmal Schnee, der jedoch nach kurzer Zeit abtaut.

Typisch für die Inseln ist die Bora, ein kalter und trockener Nordostwind, der vom Festland weht. Hingegen weht der feuchtwarme Schirokko von Südosten, schließlich der Mistral von Nordwesten. Letzterer bringt Erfrischung im Frühjahr und Sommer, während die beiden erstgenannten Winde überwiegend in der kalten Jahreszeit wehen.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tektonische Karte des Mittelmeerraumes

Korčula ist Teil der Dinarischen Tektonischen Region und besteht überwiegend aus Kalkstein und Dolomit. Sie wurden während der Kaltzeiten überformt. Während der maximalen Vergletscherung der Nordhalbkugel lag der Meeresspiegel mehr als 100 m unter dem heutigen Niveau. Damit waren die Inseln Hügel in einer weitläufigen Graslandschaft, die die heutige nördliche Adria ausfüllte. Während die nördliche Adria also weitgehend trocken lag, verlief die Mittelmeerküste entlang des Kanals zwischen Lastovo und Korčula.

Die Hauptstadt und die Dörfer, Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kernstadt Korčula

Der größte Ort auf Korčula ist die Stadt Korčula mit etwa 4000 Einwohnern.

Im Gegensatz zu anderen Inseln war die Stadt Korčula zwar das administrative Zentrum der Insel, doch vier Dörfer bildeten ein wirtschaftliches, aber auch politisches Gegengewicht. Das größte unter diesen Dörfern war seit jeher Blato im Westen der Insel. 1553 registrierte ein Venezianer bereits 220 Haushalte. An der Südseite der zentralen Hügelkette, kurz vor dem Übergang zum weniger fruchtbaren Osten, befinden sich die beiden Dörfer Smokvica und Čara. Žrnovo liegt hingegen nur wenige Kilometer südwestlich der Hauptstadt. Vela Luka liegt im Westen der Insel. Weitere Orte sind Pupnat und Lumbarda, der Name des letzteren Ortes geht auf Lombarden zurück.

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist die Landwirtschaft rückläufig. Der Wald und Buschwerk haben sich zum Teil das ehemals bearbeitete Land zurückgeholt. Insbesondere die Aleppokiefer breitet sich auf den Terrassenfeldern aus, die aufgegeben worden sind. Seit dem 18. Jahrhundert wurden exotische Pflanzen eingeführt, wie etwa Blauregen, Oleander, Eukalyptus, vor allem aber Opuntia ficus-indica aus der Familie der Kakteengewächse, die aus Indien stammt. Sie wächst inzwischen überall an der felsigen Küste.

Flora und Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Korčula zeichnet sich durch eine ungewöhnlich reiche mediterrane Flora aus. Mit Stand 2012 waren über 61 % der Insel mit Wald und Buschwerk bedeckt. Dabei dominierten Pinie, Aleppo-Kiefer, Europäische Schwarzkiefer und Zypressen, aber auch Quercus prinoides (eine Eichenart), darüber hinaus Gemeiner Wacholder, Oleander und nicht zuletzt Olivenbäume. Die Schwarzkiefern, wie überhaupt der für das Mittelmeer ungewöhnlich dunkle Wald auf der Insel, waren der Grund für die frühe Bezeichnung als „Schwarzes Korfu“.[2]

Eine Unterart der Orpheusgrasmücke (Sylvia hortensis crassirostris), 1827

Untersuchungen in den Jahren 2011 bis 2017 wiesen auf Korčula 53 Schmetterlingsarten nach. Bekannt waren bis dahin nur 32. Weitere sieben Arten sind nur aus der Literatur bekannt. Von allen Inseln in der Adria beherbergen nur Cres, Lošinj, Krk und Brač noch mehr Arten. Zu den nachgewiesenen Arten zählen auch seltene, wie Iolana iolas, ebenso wie der Zwerg-Bläuling, der Kleine Fuchs, das Weißkernauge und der Zweibrütige Würfel-Dickkopffalter.[3]

Auf der Insel leben zahlreiche Vogel- und Insektenarten, Schlangen und kleine Säugetiere, wie die Bilche. Die größten Säugetiere sind der Schakal und das Wildschwein. Daneben existieren Hasen, Fasane und, ebenso eingeführt wie das Wildschwein, die Stockente.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jäger und Sammler der letzten Kaltzeit: Keramik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vela Spila, die ‚Große Höhle‘

Wichtigste archäologische Fundstätte auf der Insel ist die Höhle Vela Spila (auch Vela špilja), die 1853 zum ersten Mal erwähnt wird.[4] Sie wird seit Anfang der 1950er Jahre untersucht, zunächst von Marinko Gjivoje, Boris Ilakovac und Vinko Foretić, deren Publikation Grga Novak 1951 veranlasste, die Höhle systematischer anzugehen. Systematische Grabungen begannen allerdings erst 1974. Nach Novaks Tod setzte Božidar Čečuk, ab 1986 zusammen mit Dinko Radić die Arbeiten fort. Bis 2005 wurde der jungpaläolithische Horizont erreicht. Die Schichten 8–1 entsprechen dabei den Epochen Jungpaläolithikum (Epigravettien), Mesolithikum, Früh-, Mittel- Spätneolithikum, Eneolithikum, Frühe Bronzezeit, Späte Bronzezeit.

Damit war die Höhle neben Kopačina auf Brač die älteste Fundstätte auf den zentralen kroatischen Inseln, wobei der Fels noch immer nicht erreicht war. Die ältesten Funde in 7,45 m Tiefe wurden auf die Zeit zwischen 18.000–16.700 und 13.500–12.600 v. Chr. datiert, also in die Würm-Kaltzeit. Zu dieser Zeit lag der Meeresspiegel über 100 m tiefer als heute, die heutigen Inseln waren Hügel in einer Ebene. Die Bewohner waren Jäger (vor allem Rotwild und Pferde) und Sammler. Flint, ein wichtiges Rohmaterial für ihre Werkzeuge, brachten sie aus Mala Palagruža auf ihren Hügel.[5] 2012 wurden 36 Figurinen und -fragmente entdeckt, die zwischen 17.500 und 15.000 BP entstanden waren. Sie sind die einzigen paläolithischen Tonfigurinen in Südosteuropa, sieht man von Klisoura ab. Etwa 2500 bis 3000 Jahre später scheint diese vor Ort entwickelte Technik wieder verloren gegangen zu sein.[6]

Fischer (ab 8. Jahrtausend v. Chr.)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Laufe des Mesolithikums stieg der Meeresspiegel an, so dass Korčula nun eine Insel war. Die Bewohner stellten sich auf Meeresfrüchte und Fische um. Der Vorrang von Thun- und Schwertfisch deutet auf Hochseefischerei hin. Die Flintbearbeitung erreichte nicht mehr das jungpaläolithische Niveau. Im hinteren Teil der Höhle fanden sich vier kleine, mit Steinkreisen umgebene Gräber für Kinder, die zwischen wenigen Monaten und dreieinhalb Jahren alt waren. Im Jahr 2009 wurden diese vier Ende der 1980er Jahre entdeckten Kinderskelette in die Zeit vor mehr als 9000 Jahren datiert.[7]

Dabei blieben diese Fischer des 8. Jahrtausends v. Chr. nicht während des gesamten Mesolithikums. So blieb die Höhle vor dem Neolithikum einige Zeit ungenutzt.

Bäuerliche Lebensweise, Neolithikum, Kupferzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die frühesten Bauern des Neolithikums verfügten über die typische Keramik, die Impressoware (Cardial- oder Impressokultur). Die Besiedlung blieb nun ohne Unterbrechung, der Einfluss benachbarter Kulturen, wie der Hvar-Kultur ist nachweisbar. Allerdings waren bis 2021 nur Höhlenfunde aus dieser Zeit bekannt. In diesem Jahr wurde durch Unterwasserarchäologen begonnen, eine Siedlung vor der Ostküste der Insel zu erschließen, die um 4000 v. Chr. bestanden hat.[8] Die Inseln der Region handelten wohl mit Obsidian von Lipari, bezogen aber auch Flint vom Monte Gargano in Apulien.[9] 2021 wurde die heute unter Wasser liegende Insel Soline von Archäologen unter Leitung von Mate Parica von der Universität Zadar entdeckt, 2023 in etwa 4–5 m Tiefe ein Straßenabschnitt freigelegt werden, der auf 4900 v. Chr. datiert wurde. Auf der anderen Seite von Korčula, in der Bucht von Gradina, nahe Vela Luka gelegen, fand dasselbe Grabungsteam eine ähnlich alte Siedlung.[10]

Der Fundplatz Nakovana, der der Nakovana-Kultur den Namen gab, befindet sich auf Pelješac. Zwei der drei bis 1970 bekannten Höhlenfunde der Kupferzeit befanden sich auf Hvar, daher sprach man auch von der Hvar-Kultur. Viele Archäologen glaubten, dass jede Abweichung vom lokal Bekannten einen Einfluss der höheren Kulturen des östlichen Mittelmeerraumes oder des übrigen Balkans darstellte. Doch stellte sich die Eigenständigkeit der Nakovana-Kultur seit dem späten Neolithikum heraus. Bei Nakovana fand man 2010 erstmals Idole in Dalmatien, die sich der Kupferzeit zuordnen ließen.[11] Auf einem Grab fand man die Darstellung eines apulischen Fahrzeugs, die auf die Zeit zwischen dem 7. und dem 5. Jahrhundert v. Chr. datiert wurde. Wahrscheinlich lag der Übergang vom Neolithikum zur Kupferzeit nach 4200 v. Chr. und vor 3650 v. Chr.

Griechische Kolonien (Anfang 6. Jahrhundert v. Chr.), Illyrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Griechische Gründungen und hellenisierte Städte an der östlichen Adria

Möglicherweise gründeten die Korkyrer von der heute Korfu genannten Insel die Kolonie Kórkyra Mélaina, das ‚Schwarze Korkyra‘, bereits zwischen 590 und 580 v. Chr. Diese Annahme wird durch Funde korinthischer Vasen des 6. Jahrhunderts v. Chr. auf Korčula bestärkt.[12] Der Legende nach sollen die ersten Siedler aus Knidos in Kleinasien gekommen sein, nach einer anderen Überlieferung gründeten gar Trojaner unter Antenor die Kolonie.

In einer (möglicherweise) zweiten Welle gründeten Einwohner der Insel Vis die Siedlung Lumbarda. Aus dieser Epoche stammt eine als Pséphisma von Lumbarda bekannte Inschrift aus dem 3. Jahrhundert v. Chr.,[13] die die Grundlage für die Aufteilung des Landes zwischen heimischen Illyrern und zugewanderten Griechen bildete.[14] In den griechischen Poleis wurde ein durch Stimmenmehrheit gefällter Beschluss als Psephisma bezeichnet. Auf der Tafel finden sich die Namen von 200 griechischen Familienoberhäuptern(?). Entdeckt wurden die Bruchstücke des Monuments ab 1877, seine Bedeutung wurde erst 1898 erkannt; 1967/68 fanden sich weitere Fragmente. Allerdings sind Versuche, in diesem Gebiet eine griechische Siedlung archäologisch nachzuweisen, weitgehend gescheitert, sieht man von Gefäßfragmenten ab.

Während einer Grabungskampagne wurde in den Jahren 2012 bis 2016 eine Reihe von Gräbern bei Blato in der Siedlung Kopila entdeckt. Dabei belegen die Funde, dass die Griechen auf der Insel keineswegs dominierten, sondern, dass Illyrer und Griechen unter Beibehaltung ihrer materiellen Kultur nebeneinander lebten.[15]

Teil des Römerreichs (ab 35 v. Chr.), Byzanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illyrien um 35 v. Chr.

Die römische Flotte eroberte Korčula (Corcira Nigra) im Jahr 35 v. Chr.; die Einwohner wurden getötet oder versklavt. Wenig später wurde die gesamte Region römisch, doch fand zwischen 6 und 9 n. Chr. der Illyrische Aufstand statt. Nach diesem umfassenden Aufstand wurde das Gebiet in Provinzen aufgeteilt, die Insel gehörte zur Provinz Dalmatia. Eine Reihe ländlicher Villen entstand, die den Kern römischer Landnutzung bildeten. Zugleich wanderten römische Provinzialen ein.

Die Christianisierung setzte spätestens in der Spätantike ein. Im 4./5. Jahrhundert entstand auf der kleinen Insel Majsan eine dem hl. Maximilian geweihte Kirche, die der Insel den Namen gab.

Lumbarda ist ein römischer Fundkomplex an der Fundstätte Sutivan, der auf eine Siedlung des 4. bis 7. Jahrhunderts zurückgeht. Möglicherweise handelt es sich um eine Art kleinen Bäderkomplex, doch wurden auch Fischgeräte, eine Schmiede sowie die Verarbeitung und der Handel mit Olivenöl und Wein nachgewiesen.[16] Weitere archäologische Fundstätten sind die Insel Majsan gegenüber der Inselhauptstadt,[17] Sutvara, 5 km südöstlich gelegen,[18] sowie Lucnjak und Gubavac.

Nach einem kurzen Intermezzo ostgotischer Herrschaft in Dalmatien, kam die Provinz im frühen 6. Jahrhundert wieder an Ostrom. Für das 6. und 7. Jahrhundert ist auf der Insel eine kontinuierliche Besiedlung anhand von Münzen belegbar, darunter eine des Kaisers Phokas. Doch war die Bevölkerung in Dalmatien ab Mitte des 6. Jahrhunderts stark rückläufig, wie in den meisten Regionen des Reiches.[19] Zudem war die Region von Awaren und slawischen Gruppen bedroht.

Zwischen Kroaten, Venedig, Byzanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebiet der Narentaner, 9. Jahrhundert

In einem komplexen Landnahmeprozess erreichten Südslawen im späten 7., frühen 8. Jahrhundert auch das Festlandsgebiet gegenüber von Korčula. Die Insel, wohl etwas später besiedelt, gehörte zeitweise zum Königreich des Tomislav, der 925 zum König gekrönt wurde. Die Bewohner betätigten sich nicht nur als Bauern und Hirten, sondern auch als Fischer und Piraten. Die Stadt Korčula bestand auch noch im 10. Jahrhundert, wenn auch viele Landhäuser verfallen waren.

997 bis 998 führte Venedig einen ersten erfolgreicher Feldzug gegen die Narentaner durch. Bis 1000 wurden die als Schlupfwinkel für Piraten geltenden Inseln Korčula und Lastovo erobert. Doch bald machte Byzanz seinen Einfluss wieder geltend. Ende des 11. Jahrhunderts schwand wiederum die byzantinische Vormacht, um 1125 begannen die patrizischen Zorzi venezianischen Einfluss durchzusetzen. Die für einige Jahrzehnte noch einmal wiederkehrende kaiserliche Vormacht wich 1180/1184 der Oberherrschaft des ungarisch-kroatischen Königs Béla III.

Doch mit dem Vierten Kreuzzug kehrte ab 1202 Venedig als Vormacht zurück. Es konzentrierte sich dabei auf den Ausbau seines Handelsreiches, in dem Korčula nur eine untergeordnete Rolle spielte. Unter Venedigs Einfluss kam es zudem zu einer starken Verschriftlichung, dessen Ausdruck das Korčulaner Statut von 1214 ist, das älteste Dalmatiens.[20] Dieses regelte eine Reihe von Rechten und Pflichten, darunter zum Schiffbau, zum Handel, zur bäuerlichen Wirtschaft, aber auch Bauvorgaben und solche zum Schutz der Wälder. Die Tatsache, dass die Insel als eine der wenigen im Mittelmeer über die ganze Insel dichte Wälder aufweist, wird auf diese Schutzmaßnahmen zurückgeführt.[21]

Autonomie (1265–1350)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wechselhaften Machtverhältnisse beendete Venedig 1254, als der Comes Marsilius Zorzi die Insel ‚unter seinen Schutz nahm‘. Zunächst kam es zu Widerstand gegen die Rückkehr der Zorzi, doch dann einigte man sich am 13. April 1265. Die comunitas ac universitas populi et insualae Curzoli, also die Inselgemeinschaft von Curzola, erhielt durch entsprechende Statuten eine weitgehende Autonomie. Diese bewahrte sie bis 1358, als die Insel an Ungarn fiel. Die dauerhafte Rückkehr der Zorzi-Herrschaft erwies sich allerdings als Legende.

Am 8. September 1298 wurde nahe der Insel die Seeschlacht bei Curzola zwischen den Flotten Venedigs und Genuas ausgetragen. Dabei geriet Andrea Dandolo in die Gefangenschaft der Genuesen.[22] Doch 1299 kam es mit Genua zu einem Friedensschluss, ebenso wie mit Byzanz im Jahr 1302.

In Venedig gelang es einer Gruppe des dortigen Patriziats, sich eine monopolartige Stellung in Politik und vor allem Handel zu erringen, die sich auf die Insel insofern auswirkte, als sich dort eine ähnliche Abgrenzung zwischen den herrschenden Familien und der übrigen Bevölkerung 1387 durchsetzte. Allerdings entstand schon im Jahr 1300 ein eigenes Bistum auf der Insel (bis 1828).

Die wirtschaftliche Nutzung der Insel basierte bis weit in die venezianische Zeit hinein auf einer Dreiteilung. Von dieser Dreiteilung war der Doge 1441 in Kenntnis gesetzt worden: „sumus informati illam insulam per tres partes esse diuisam, unam pro seminationibus, unam pro pasculis animalium et unam pro plantationibus uinearum et ita esse statutum per ordines antiquos“ – Francesco Foscari, der Doge von Venedig wusste also nunmehr, dass ein Drittel der Insel für die Landbebauung, ein weiteres für das Hirtenwesen und schließlich ein Drittel für den Weinbau vorgesehen war. Dies alles sei schon durch alte Statuten bestimmt worden.[23] Da zwar Pfade über die Insel führten, aber keine Magistrale die Orte über die gesamte Länge der Insel hinweg verband, brauchte jedes Dorf einen Seezugang, um am Handel teilhaben zu können. Daher wies Korčula mehrere Dutzend Häfen und Anlandeplätze auf.

Venedig, Ragusa und Ungarn (bis 1358)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Handelswege Genuas und Venedigs

Venedigs Herrschaft war weniger durch die Osmanen oder Genuesen gefährdet, als vielmehr durch den Streit mit der einflussreichen Familie Šubić. Nach einem von diesen unterstützten Aufstand in Zadar bat der venezianische Comes Giovanni Zorzi im November 1315 um Hilfe gegen Familien, die von der Insel geflohen waren, und die nun als Piraten die Inseln bedrohten. Venedig sah seine Handelswege durch die Anjou bedroht, die sowohl in Süditalien als auch in Ungarn herrschten. So sicherte sich Venedig 1320 die Herrschaft über Rab, es folgten Šibenik und Trogir (1322), Split (1327) und Nin (1329) sowie Cres und Osor (1330/1333). 1345 belagerte der ungarische König Knin, 1345 bis 1346 rebellierte Zadar gegen Venedig. 1348 erreichte die Pest den Adriaraum und 1350 bis 1355 kam es zu einem umfassenden Krieg zwischen Genua und Venedig.

Auf Curzola wehrte man sich gegen die Verpflichtung zu Schiffbau und -besatzung. 1352 beschuldigten sich die Korčulaner und Giovanni Zorzi gegenseitig, ihre Rechte zu verletzen. Venedig griff ein und erzwang einen neuerlichen Unterwerfungsakt nach dem von 1265, ohne dass sich der Konflikt beruhigte. 1354 drang schließlich eine Flotte Genuas in die Adria ein und zerstörte Curzola und die Nachbarinsel Lesina. Doch schon 1356 kam es, wie vier Jahre zuvor, wieder zu Auseinandersetzungen um dieselben Themen.

Ungarn (1358–1390), Ragusa, Ladislaus und Sigismund: Hrvoje[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1358 kam ganz Dalmatien an Ungarn, wozu es bis 1409 gehörte. Im Gegensatz zu Ragusa, das seine Unabhängigkeit gegen Tributzahlungen erlangte und zur wichtigsten Handelsetappe im Adriahandel avancierte, geriet Korčula ins Abseits. Darüber hinaus gab der Ungarnkönig die Insel an Ragusa, zu dem sie bis 1390 gehörte. 1370 erreichte eine neue Pestwelle die Insel. Viele flohen aufs Land. Die Ruinen der zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der Pest niedergebrannten Häuser der Toten prägten das Bild der Insel, bis sie zu Anfang des 15. Jahrhunderts an Besitzlose oder Zugewanderte vergeben wurden.

Während des vierten Krieges zwischen Venedig und Genua erreichten zahlreiche Flüchtlinge aus Lastovo die Insel. Bald wurde das Bündnis Genuas mit Ungarn, Ragusa und Padua für Venedig existenzbedrohend. Erst im Frieden von Turin, der den Chioggia-Krieg beendete, kam es im August 1381 zu einem Friedensschluss. Genua war jedoch danach in sich zerstritten, und nach 1402 kam auch die Expansion des Osmanenreiches für ein Jahrzehnt zum Erliegen.

Das Reich des Hrvoje Vukčić Hrvatinić um 1410

Venedig gelang es in dieser Zeit, zahlreiche der vorlorenen Stützpunkte zurückzugewinnen, vor allem 1386 Korfu. Im Namen von Ladislaus von Ungarn eroberte der bosnische König Stjepan Tvrtko I. Kotromanić eine Reihe von Städten in Dalmatien, schließlich auch Korčula, das er seinem Stellvertreter in Dalmatien, unterstellte, nämlich Hrvoje Vukčić Hrvatinić. Dieser behauptete seine Besitzungen bis 1397. Nach seiner Niederlage im Kreuzzug gegen die Osmanen (1396) sah sich Sigismund von Luxemburg einer Opposition ungarischer Adliger gegenüber. Um sich in Dalmatien zu entlasten, überließ er die Insel Đurađ II. Balšić, ebenso wie Hvar. Im Juni 1401 forderte Hrvoje die Inselbewohner auf, sich Ladislaus zu unterstellen. Diese lehnten sich tatsächlich im Herbst 1401 gegen den von Venedig unterstützten Đurađ II. Balšić auf, betonten, wie Ragusa, Split, Hvar und Brač, weiterhin ihre Zugehörigkeit zu Sigismund und Balšić. Der Große Rat von Korčula versammelte sich im November 1402, um Verhandlungen mit Hrvoje und der Flotte Süditaliens aufzunehmen, die bereits einige Städte erobert hatte. Im März 1403 unterstellte sich Korčula schließlich Ladislaus.

Danach war die Insel kurze Zeit in den Händen des Zareser Patriziers Ludovik de Matafaris. Zwischen September 1403 und August 1405 war die Insel unabhängig und verwaltete sich selbst. Nun geriet sie in den Fokus von Ragusa, doch von 1405 bis 1413 wurde es erneut von Hrvoje kontrolliert, den Ladislaus zum stellvertretenden Regenten über Dalmatien und Herzog von Split ernannt hatte. 1408 wechselte Hrvoje mit den Städten Nin, Šibenik, Trogir und Split sowie der Krajina und den Inseln Brač, Hvar und Korčula auf die Seite Sigismunds, gegen den sich Ladislaus nicht durchsetzen konnte.

Venedig (1420–1797)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die seit dem späten 15. Jahrhundert dauerhaft venezianischen Gebiete in Dalmatien
Venezianischer Festungsturm, vor 1909

Freiwillige Unterstellung (1420)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 9. Juli 1409 kaufte Venedig Dalmatien für 100.000 Dukaten von Ladislaus zurück. Noch im Frühjahr 1409 hatte Ladislaus' Flotte vergebens versucht, durch die Eroberung von Hrvojes Gebieten seine Verhandlungsposition zu stärken, denn ursprünglich hatte Ladislaus 300.000 Dukaten verlangt. Ragusa hatte im Juli eine eigene Flotte entsandt, die die Flotte Ladislaus' am 13. Juli vor Korčula besiegt hatte. Sigismund versuchte, die Übernahme durch Venedig zu verhindern. 1413 kam es zu einem Waffenstillstand. Am 25. Juni 1414 bestätigte Sigismund die Herrschaft Ragusas über Korčula, Hvar und Brač, nachdem sich Hrvoje auf die Seite der Osmanen geschlagen hatte. Am 29. Mai 1416 besiegte die venezianische Flotte diejenige der Osmanen, woraufhin deren Landheer bis an die Adriaküste vordrang.

Derweil verweigerte Korčula den Ragusanern den Gehorsam, so dass es 1417 zu einer formellen Rückführung Korčulas unter ungarische Oberherrschaft kam. Die Inselbewohner hatten jedoch dem venezianischen Flottenführer nach seinem Sieg vor Gallipoli im Frühjahr 1416 zwei Hammel geschenkt. Nach weiteren Geschenken fuhr im Sommer 1418 eine Gesandtschaft von Korčula nach Venedig, Anfang 1420 bot eine weitere Gesandtschaft die Unterstellung unter Venedig an. Am 24. April bat Pietro Loredan, der Kommandant der beiden im Hafen liegenden Galeeren, einige Korčulaner Patrizier, das Banner der Markusrepublik aufzuziehen. Während sich Trogir und Split erst nach wenn auch kurzem Widerstand im Juli 1420 ergaben, unterstellten sich 47 Korčulaner Patrizier und die gesamte Insel Venedig. Am 12. September wurde die Insel auch formal dem venezianischen Stato da mar einverleibt.

Wahl des Comes durch Korčulaner Patrizier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der freiwilligen Unterstellung unter die venezianische Herrschaft begnügte sich Venedig mit der Entsendung nur eines einzigen Sachwalters. Die 53 Ratsherren des Großen Rates wählten Ser Gabriel de Nosdagna aus Zadar zum ersten Comes unter der neuen Oberherrschaft. Im Gegensatz zur lange Zeit dominierenden nationalistischen Geschichtsschreibung, stellte dies keineswegs einen Bruch dar. Das Leben auf der Insel veränderte sich nur in kleinen Schritten. Denn Venedig erkannte am 12. September 1420 die Statuten, Privilegien und Rechtsgebräuche der Insel an, die Inselbewohner hatten Zugang zu Venedigs Appellationsinstanzen. Die Korčulaner leisteten im Gegenzug einen Treueid und erkannten den venezianischen Comes als Oberhaupt und höchsten Richter an. Dabei übergingen die Patrizier allerdings die Populares, die keine politischen Teilhaberechte erlangten.

Anfangs wurden die lokalen, führenden Familien dabei berücksichtigt. Zweiter Comes wurde Hieronymus Georgi (1421–1423), dessen Vorfahren die Insel bereits von 1254 bis 1358 kontrolliert hatten. Ihm folgte Pancratius Zorzi im Amt, ein Verwandter. Auf diesen folgte spätestens Anfang 1426 Mateo Foscarini im Amt, dann wiederum folgte Venedig dem Vorschlag des Großen Rates der Insel, und genehmigte Pancratius Zorzi eine zweite Amtsperiode. Er starb jedoch, so dass ihm sein Sohn Franciscus nachfolgte, bis der neue Amtsinhaber Tommaso Michiel die Insel erreichte.

Bis 1442 wählten die Korčulaner ihren Comes, der keinerlei Personal mitbrachte – worauf die Inselpatrizier strikt achteten –, also aus dem Patriziat der Insel oder Venedigs, den der Doge danach anerkannte. Ab diesem Zeitpunkt bestimmte Venedigs Großer Rat den Amtsträger. Revisionswünsche, wie 1464, wurden von Venedig abgelehnt. Der Comes kann dabei nicht als Beamter betrachtet werden, sondern eher als Schlichter, Moderator und Vertreter venezianischer Interessen auf der Insel. Seine Kompetenzen reichten in unklarer Abgrenzung der Befugnisse bis hin zum Fiskus, zu öffentlichen Arbeiten, Militär und Flotte sowie der Repräsentation.

Sein engster Mitarbeiter war der cancellarius communis, eine Art Leiter der schmalen öffentlichen Verwaltung, die dennoch alle Bewohner erreichte. Seine Amtszeit konnte alle zwei Jahre vom Großen Rat verlängert werden. Er wurde ab 1444 zum Archivar der Insel, dem ab 1475 ein Vizekanzler zur Seite stand. Der Verwaltung dienten die beiden zu Anfang vom Comes bestimmten Plazarii, die zahllose Beschlüsse und Bescheide öffentlich zu verlesen hatten. Diese wurden wiederum in eigenen Libri Praeceptorum festgehalten. Sie wurden ab 1466 vom Großen Rat bestimmt. Die größeren Dörfer wählten sich eigene Plazarii, die sie selbst bezahlten.

Um 1420 saßen ungefähr 60 Männer im Großen Rat, 1449 zählte Korčula bis zu 72, 1461 bis zu 75 und 1480 bis zu 88 stimmberechtigte Ratsmitglieder. Sie wählten halbjährlich auch die sechs Richter. Die Rechtsprechung erfolgte auf der Basis der Statuten aus vorvenezianischer Zeit. Ebenfalls halbjährlich wurde der Camerarius communis gewählt, der über die Finanzgeschicke der Insel wachte. Er war als Kämmerer für die äußere Handlungsfähigkeit und innere Organisation zuständig. Die alle sechs Monate gewählten Advocati communis wahrten gegenüber dem Comes die Rechte der Kommune.

Die äußeren Bedingungen änderten sich derweil. Der Streit mit Sigismund konnte 1433 vorläufig beigelegt werden, bis er bedeutungslos wurde, während die Osmanen immer näher an Dalmatien heranrückten.

Ökonomische Grundlagen, Auseinandersetzungen, Rolle im Handelssystem[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Wein, Oliven, Feigen, Mandeln und Käse produzierte die Insel mit ihren vielleicht 6000 Einwohnern[24] im 15. Jahrhundert auch in begrenztem Maße Schiffe, die nach Korfu, Venedig und Apulien verkauft wurden, und Bauholz. Man gewann Steine und Pech.

Dabei standen die freien Inselbewohner, meist slawischer Sprache, in Lohnverhältnissen zu vermögenden Patriziern, von denen wiederum viele aus Venedig kamen. Deren Sprachen waren Venezianisch und Latein, und sie wohnten ganz überwiegend in den Städten.[25] Die Bezahlung erfolgte meist in Form von Ernteanteilen, bzw. bei Hirten, die Wolle, Milch, Käse oder Jungvieh lieferten, als Gegenleistung Geld, Gerste oder Tierhäute im Rahmen von Hüteverträgen. Diese Hüteverträge traten jedes Jahr am 15. August in Kraft, an dem Tag, an dem auch die Herden übergeben wurden. Die Vereinbarungen, etwa über die Zahl der Tiere, wurden auf Kerbhölzern (tesserae) festgehalten, die gebrochen wurden, wobei der patronus das größere Stück erhielt. Diese tesserae waren vollgültige Rechtsdokumente. So konnten auch Hirtengemeinschaften mit einem Oberhirten entstehen, einem celnich, der mitunter für den gesamten Viehbestand einer Patrizierfamilie verantwortlich war. 1417 wurde ein umfassendes Regelwerk aufgestellt. Jeder Bewohner konnte solche Verträge abschließen, jedoch brauchten Inselfremde die Genehmigung des Großen Rates. Dennoch litt die Insel immer wieder unter Getreidemangel, so dass Weizen aus Apulien und Sizilien importiert werden musste.

1426 kam es über Steuerfragen zu einem ersten Konflikt zwischen den örtlichen Patriziern und dem Comes aus Venedig, vor allem aber 1428, als die Patrizier vor der Pest in die Dörfer geflohen waren. Ihnen verweigerte der Comes die Rückkehr in ihre Stadt, und vor allem überließ er Inselfremden den Schutz der Stadt. Bald meldeten sich auch die Populares zu Wort, die auf ihre Gewohnheitsrechte pochten und sogar eigene Delegationen nach Venedig schickten. Dies stärkte die Dorfgemeinschaften, doch konnte Venedig die Konflikte nicht lösen. Die Hirten auf der Insel hielten es wiederum mit den städtischen Patriziern, was die Dörfer gegen die Hirten aufbrachte. Diese Auseinandersetzungen erreichten 1441 bis 1444 ihren Höhepunkt. Der Große Rat in Venedig forderte vom Comes 1442, sich für das Wohl und den Frieden auf der Insel einzusetzen, aber auch, dass den unterdrückten Armen Gerechtigkeit widerfahre.[26]

Unabhängig von internen Konflikten wurde die Insel zu einem Außenposten des adriatischen Handels- und Informationssystems. Der Comes berichtete regelmäßig nach Venedig von den komplexen Vorgängen. Während des Krieges zwischen Neapel und Venedig (1449–1450), gerieten auch Korčulaner Händler in Gefangenschaft, der Handel mit Apulien riss ab, die Insel musste eine eigene Galeere bereithalten. Mit ihrer Hilfe sollten Piraterie und Schmuggel unterbunden, die Einhaltung der Fischereigrenzen gegen Ragusa kontrolliert werden. Ähnlich kompliziert war die Lage am Neretvadelta und in der Krajina. Dort pachteten Korčulaner Patrizier Handelszölle, wo sie vorwiegend mit Salz, Tieren, Agrarprodukten und mit Gütern handelten, die Karawanen aus dem Balkan herbeiführten. Allerdings griffen dortige Piraten auch Korčulaner Fischer an.

Administration und pragmatische Schriftlichkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 15. Jahrhundert gliederte sich die Insel in fünf administrative Einheiten, die als districtus oder territorium bezeichnet wurden. Eine dieser Einheiten bildete die Hauptstadt selbst, die übrigen entfielen auf die ländlichen Gebiete. So gab es einen „districtus Blate“, einen namens „Kzare“, dann „Smoquize“ und schließlich „Xernoue“. Auch diese Gliederung entsprach den alten Statuten, wie ausdrücklich festgehalten wurde.

Hingegen hießen die unmittelbaren Rechtsbezirke dieser Hauptdörfer casale. Diese bildeten, auch wenn sie sich letztinstanzlich dem Comes fügen mussten, eigene Rechtsbezirke. Für Delikte auf ihrem Gebiet waren die Dorfgemeinschaften verantwortlich, was etwa Wiedergutmachungsleistungen betraf. Der Comes zog immer wieder durch die Dörfer, womit sie für die Dauer seines Aufenthalts zu zeitweiligen Verwaltungszentren und Orten der höheren Rechtsprechung wurden. Die örtlichen Amtsträger wurden vom Großen Rat gewählt.

Die Dörfer verfügten spätestens seit der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts über je einen Richter, einen Anwalt und vier Ordnungshüter. Diese Posten wurden mit der dauerhaften Herrschaft Venedigs vom Großen Rat gewählt und vom Comes bestätigt. Dies galt auch für die insgesamt 20 Gastalden, die auch als „inquisitores maleficiorum“ bezeichnet wurden und eher exekutive Funktionen besaßen – etwa bei Vieh- oder Erntediebstahl. Die Mehrheit von ihnen waren Nichtpatrizier.

Als Wächter über die Agrarflächen oder Flurhüter wurden eigene Pudarii gewählt; in den Jahren 1461 bis 1463 waren dies 102 Männer, davon nur elf Patrizier. 60 bis 80 Posticii, den Distrikten zugeordnet, nicht den Dörfern, bewachten die Getreidefelder. Dabei ging es vor allem um Schäden durch Tiere. Sie schätzten aber auch die zu erwartende Erntemenge – auf einer chronisch unter Weizenmangel leidenden Insel eine zentrale Frage. Die umfriedeten Pflanzungen der Kommune durften bis in venezianische Zeit nur von bestimmten Tieren beweidet werden – auch hier überwacht, nämlich durch Gaiarii. Diese Funktion übernahmen die Pudarii und Posticii.

Separat verwaltet und überwacht wurden die Kirchengüter, auch diejenigen der vier Dorfkirchen. Schon vor 1410 engagierte die Gemeinde außerdem einen „Joannes Luithecich“ als Barbier und Chirurgen. Er durfte die Insel nur kurzzeitig verlassen, erhielt ein eigenes Landgut zum Lebensunterhalt und ein Honorar.

Auch ein Lehrer stand auf der Lohnliste, er erhielt aber auch Schulgeld. Die Begründung wurde nach dem Humanisten Vergerius abgefasst, was Zugang der Patrizier zu entsprechendem Gedankengut voraussetzt. Aber auch viele Bauern hatten Zugang zu Schrift und Bildung, so dass, wie in Oberitalien, ein weit verbreiteter Zugang zu pragmatischer Schriftlichkeit bestand – zahllose Zettel zirkulierten, um verwalten und berechnen, aber auch um die Kommunikation innerhalb der Administration bewältigen zu können.

Der Dom von Korčula, 1909

Pest (1454, 1457), Aufstand gegen den Bischof (1457/58)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 1454 gelang Venedig zwar sowohl ein Friedensschluss in Oberitalien als auch mit den Osmanen, doch 1457 traf eine erneute Pestwelle die Insel. Venedig stellte dem Comes für kurze Zeit, von 1456 bis 1458, exekutives Personal zur Seite, kehrte jedoch danach zum vorherigen Zustand zurück; ein Charakteristikum der venezianischen Herrschaft auf Korčula, ebenso wie die vergleichsweise starke Rolle der Dorfgemeinschaften.

Dabei fanden die dortigen Konflikte, nachdem es bis Mitte des Jahrhunderts der Comes gewesen war, einen neuen Fokus, nämlich den Bischof. Dieser war nun auch ein Venezianer. Als Bischof Luca Leon den Kirchenbesitz an sich zog, kam es zu einem regelrechten Aufstand. Diesem Vorgehen widersetzten sich nicht nur Patrizier und einige Bürger, sondern auch die Hirten, deren Existenz durch erhöhte Abgaben bedroht war. Im Oktober 1457 verhinderte der Comes die Abreise einer Beschwerdedelegation. Ein Jahr später zerriss der Bischof die Kleider eines Geistlichen, da dieser die Abgaben verweigert hatte. Der Comes, Domenico Leon, ein Verwandter des Bischofs, ermittelte nun gegen aufrührerische Inselbewohner. Derweil spitzte sich die Situation auf dem Balkan so weit zu, dass Venedig 1463 bis 1479 im Krieg mit den Osmanen lag. Schon bald standen osmanische Einheiten in Sichtweite der Insel.

Krieg gegen Osmanen und Neapel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dies veränderte das Verhältnis zu Venedig, das nun stärker als Schutzherrin aufgefasst wurde. 1474 unterstützte die Galeere Korčulas die Venezianer vor Skutari, doch fiel den Osmanen dort eine ganze Schiffsbesatzung zum Opfer. Venedig schloss 1479 einen verlustreichen Frieden.

Doch als die Osmanen in Apulien landeten, geriet Venedig bald wieder mit Neapel in Konflikt. Den Korčulanern unter Führung ihres Comes Zorzi Viaro gelang es 1483, eine neapolitanische Flotte aus 35 Schiffen zurückzuschlagen. Im nächsten Jahr verteidigten die Inselbewohner unter ihrem Comes Bernardo Canal die Insel erneut mit Erfolg gegen eine Flotte Neapels, bis venezianische Schiffe eintrafen. 1499 erschienen wieder osmanische Einheiten auf dem nahen Festland und führten Tausende Gefangene mit sich.

Doch erst 1571, im Vorfeld der Seeschlacht von Lepanto, plünderte eine osmanische Flotte die Insel, die dennoch Teil des venezianischen Seereichs blieb. Gerüchte wussten schon am 2. August von der Flotte unter Führung des algerischen Vizekönigs Uluz-Ali und des Kommandanten von Valona, die am 15. August vor der Stadt erschien, deren Verteidigung der Archidiakon Rozanovic führte. Durch einen aufkommenden Sturm und die Angriffe der Inselbewohner sollen die Angreifer fast 400 Männer verloren haben. Doch nun zerstörten die Angreifer Lumbarda und führten die Überlebenden mit sich. An den Kampf erinnert der Moreska-Tanz, der noch immer aufgeführt wird.

An den Candia-Krieg zwischen Venedig und dem Osmanischen Reich, an dessen Ende Venedig seine wichtigste Kolonie Kreta 1669 verlor, nahmen auch zahlreiche Männer von der Insel teil. Unter ihnen war Jakov Arneri, der unter dem venezianischen Admiral Leonardo Foscolo kämpfte. Allerdings untersagte Venedig noch 1669 den Korčulanern den Bau größerer Schiffe.

Im 18. Jahrhundert wuchs die Schiffbauindustrie dennoch an, so dass dort mit der Banca di San Giuseppe eine Gesellschaft der Schiffbauer entstand. 1776 verlagerte Venedig sein örtliches Arsenal von Hvar nach Korčula. Nun wurden auch größere Kriegsschiffe mit 20 bis 40 Kanonen gebaut. Damit befand sich auf der Insel die größte Schiffbauindustrie der östlichen Adria, die gleichsam zu einer größeren Schiffbauregion mit Ragusa verschmolz.

Österreich (1797–1806), Frankreich (bis 1813), Briten (bis 1815) und wieder Österreich (bis 1918)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenktafel von 1815
Curzola in österreichischer Zeit, 19. Jahrhundert

Zunächst kam die Insel im Frieden von Campo Formio an Österreich, dann 1806 an Frankreich. Im April 1806 beschoss die russische Flotte Korčula. Die Franzosen mussten sich nach zwei Tagen zurückziehen. Doch kehrten sie nach wenigen Wochen zurück, landeten bei der Höhle von Racisce. Nach zwei Tagen zwangen zwei große russische Schiffe und eine Fregatte die Franzosen erneut zum Rückzug. Schließlich besetzten die Franzosen im Spätsommer die Insel mit 900 Soldaten und zahlreichen Schiffen. Doch nach einer Schlacht eroberten Russen und Montenegriner Korčula abermals. Erst nach dem Frieden von Tilsit übergaben die Russen die Insel an Frankreich. Diese blieben bis Februar 1813. Britische Einheiten übernahmen die Insel und blieben bis 1815.

Unter dem Kommando von Peter Lowen wurde eine neue Hafenanlage gebaut, dann entstand die halbkreisförmige Terrasse mit Steinbänken an der neu gebauten Straße nach Lumbarda. Auch entstand unter den Briten der runde Turm forteca auf dem Hügel von Sveti Vlaho. Die Briten übergaben den Österreichern nach dem Wiener Kongress die Insel am 19. Juli 1815.

Die Österreicher förderten die italienische Zuwanderung. Dabei unterstützte die autonome Partei den Verbleib bei Österreich und lehnte den Anschluss an Kroatien ab. Ihre Unterstützer waren Offiziere und Verwaltungsbeamte. Die Volkspartei hingegen war von nationalistischem Gedankengut geprägt. Außerdem behinderte Österreich den Handel durch neue Zollschranken und die ländlichen Verhältnisse tendierten zu halbfeudalen Zuständen. Die Fischerei und die Gewinnung von Stein stagnierten ebenfalls. Nur Schiffbau und Seefahrt prosperierten weiterhin.

Als 1870 die Volkspartei im Parlament Dalmatiens, dem Sabor, die Mehrheit gewann, und die Inselbewohner halfen, die italienische Flotte bei Vis zu besiegen, änderte sich das Klima. Der Bürgermeister der ersten kroatischen Gemeinschaft in Korčula, zugleich Führer der Volkspartei, Rafo Ameri, begrüßte den Kaiser auf Korčula in kroatischer Sprache. Die Peljesacer Seefahrtgesellschaft in Orebic, 1865 gegründet, verschaffte dem örtlichen Schiffbau internationale Anerkennung.

Doch eine mangelhafte industrielle Infrastruktur, dazu Pflanzenkrankheiten wie der aus Amerika kommende Tabakblauschimmel, schadeten dem Weinanbau schwer. Erst mit dem österreichisch-italienischen Abkommen von 1902 fielen die Zölle, so dass nun Wein, vor allem aus Vela Luka, wieder ausgeführt werden konnte. Um 1900 hatte die Insel 17.377 Einwohner, von denen die meisten in der Gemeinde Curzola (6.485 Einwohner) oder dem Markt Blatta lebten (7.337 Einwohner).[27]

Als 1912 das erste Hotel, das De la Ville eröffnet wurde, beschleunigte sich die bereits Ende des 19. Jahrhunderts einsetzende Entwicklung des Tourismus. 1914 erschien der erste Reiseführer. Bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs landeten zahlreiche Passagierschiffe aus Triest, Rijeka und Venedig im Hafen von Korčula.

In den Jahren 1963 bis 1974 fand auf Korčula mit der „Sommerschule“ der Praxis-Gruppe einmal jährlich eine international beachtete unorthodox-marxistische Konferenz statt.

Partisanen auf Korčula, Dezember 1943

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Reihe von Kulturelementen, die die Insel seit langer Zeit prägen, ist noch immer lebendiger Teil der Alltagskultur. Dazu zählt der Dialekt von Korčula, die Schwerttänze, die Gilden, die bis in das Mittelalter zurückreichen, aber auch überlieferte Gesänge und die Küche der Insel.[28]

Archive, Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Arhivski sabirni centar Korčula-Lastovo in der Ortschaft Žrnovo befindet sich auf der Insel eine Außenstelle des Staatsarchivs Dubrovnik, die für Lastovo und Korčula zuständig ist, meist mit Beständen des 19. und 20. Jahrhunderts. Dabei handelt es sich im Kern um ein Familienarchiv, nämlich das der Arneri, das die Zeit von 1327 bis 1899 umfasst; die Arneri erlangten auf Korčula bereits im 14. Jahrhundert den Status einer Patrizierfamilie. Das Archiv besitzt auch eine Bibliothek. Alle anderen Bestände der Insel zur venezianischen Zeit befinden sich in Archiven in Dubrovnik, Split und Zadar, bzw. Venedig.

Blato und Lumbarda besitzen gleichfalls Archive, bei ersterem handelt es sich um ein Pfarrarchiv, dessen Bestände bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. Ein Pfarrarchiv besitzt auch Korčula, das auch ein Museum bietet. Die Bruderschaft der Kapelle Svih Svetih in Korčula verfügt über eine eigene Sammlung sakraler Kunst.

Angebliches Geburtshaus Marco Polos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt Korčula ist das angebliche Geburtshaus Marco Polos zu besichtigen, da es trotz der eigenen anderslautenden Angaben (Venedig) von Marco Polo in seinem Buch Il Milione[29][30][31] in Kroatien widersprechende Meinungen über den Ort seiner Geburt gibt. Zum vermeintlichen Geburtsort Korčula existieren jedoch keine validen Belege.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wasserballer des Korčulanski PK wurden 1979 Gewinner in dem 2003 abgeschafften Europapokal der Pokalsieger.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sani Sardelić: Landscape history of Korčula, Croatia. In: Gloria Pungetti (Hrsg.): Island Landscapes. An Expression of European Culture. Routledge/ Taylor & Francis, London/ New York 2017, ISBN 978-1-315-59011-0, S. 59–64.

Reihen, Zeitschriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zbornik otoka Korčule (Tagungen der Insel Korčula), 1970, 1972, 1973.
  • Godišnjak grada Korčule (Jahrbuch der Stadt Korčula), bisher 15 Bde., 1996–2007, 2010, 2016.

Antike[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dinko Radić, Igor Borzić: The island of Korčula: Illyrians and Greeks. In: Vjesnik za Arheologiju i Povijest Dalmatinsku. Band 110, Nr. 1, 12. Januar 2017, S. 303–325 (kroatisch / englisch) (Volltext online).

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fabian Kümmeler: Ländliche Gemeinschaften im venezianischen Dalmatien im Spätmittelalter – Lebenswelten und Gemeinschaftsvorstellungen auf Korčula im Vergleich (1420-1499), Dissertation. Wien 2017. (epub.oeaw.ac.at, PDF)
  • Oliver Jens Schmitt: Storie d'amore, storie di potere. La tormentata integrazione dell'isola di Curzola nello Stato da mar in una prospettiva microstorica, in: Oliver Jens Schmitt, Uwe Israel (Hrsg.): Venezia e Dalmazia, (= Venetiana, 12). Viella, Rom 2013 / Centro Tedesco di Studi Veneziani, Venedig 2013, S. 89–109 (Integration in das venezianische Kolonialreich). ISBN 978-88-6728-010-0
  • Oliver Jens Schmitt: Korčula sous la domination de Venise au XVe siècle. Pouvoir, économie et vie quotidienne dans une île dalmate au Moyen Âge tardif (Les Conférences du Collège de France, 1ère conférence: Les hommes et le pouvoir), Paris 2011 (books.openedition.org, Volltext), 2ème conf.: La terre (books.openedition.org, Volltext) und 3ème conf.: La mer (books.openedition.org, Volltext).
  • Serđo Dokoza: Dinamika otočnog prostora. Društvena i gospodarska povijest Korčule u razvijenom srednjem vijeku. Split 2009 (erste Sozial- und Wirtschaftsgeschichte Korčulas, bis 1420).
  • Vinko Foretić: Otok Korčula u srednjem vijeku do godine 1420, Zagreb 1940 (zur Geschichte der Insel bis 1420).
  • Nicolo Ostoich, Nikola Ostoić: Compendio storico dell'Isola di Curzola, Woditzka, Zara 1878 (erstes Überblickswerk, vielfach veraltet). (books.google.de)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Korčula – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Korčula – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fabian Kümmeler: Ländliche Gemeinschaften im venezianischen Dalmatien im Spätmittelalter – Lebenswelten und Gemeinschaftsvorstellungen auf Korčula im Vergleich (1420-1499). Dissertation, Wien 2017, S. 127 f.
  2. Corc´yra nigra. In: Dictionary of Greek and Roman Geography. 1854; auf: perseus.tufts.edu; abgerufen am 25. Februar 2022.
  3. Toni Koren, Ivona Burić, Boris Lauš, Stanislav Gomboc, Nikola Tvrtković: Butterflies (Lepidoptera: Papilionoidea) of the island of Korčula, Croatia. In: Entomologist's Gazette. Band 69, 2018, S. 171–185.
  4. Michela Spataro: The First Farming Communities of the Adriatic. Pottery Production and Circulation in the Early and Middle Neolithic. Edizioni Svevo, Triest 2002, S. 125.
  5. Dies und das Folgende nach der Rezension von Tihomila Težak-Gregl zu Božidar Čečuk, Dinko Radić: Vela spila: A stratified prehistoric site Vela Luka – island of Korčula. In: Opuscula Archaeologica. Band 29, 2005, S. 357–364 (hrcak.srce.hr, Volltext).
  6. Rebecca Farbstein, Dinko Radić, Dejana Brajković, Preston T. Miracle: First Epigravettian Ceramic Figurines from Europe (Vela Spila, Croatia). In: Plos one. Band 7, Nr. 7, 24. Juli 2012, doi:10.1371/journal.pone.0041437 (researchgate.net, Volltext).
  7. Davorka Radovčić, Dejana Brajković, Preston T. Miracle, Dinko Radić: Preliminary analysis of the Mesolithic human juvenile skeletons from Vela Spila, Korčula. Zagreb 2013, S. 49.
  8. Archaeologist discovers 6,000 year-old island settlement off Croatian coast. Auf: reuters.com vom 24. Juni 2021.
  9. Michela Spataro: The First Farming Communities of the Adriatic. Pottery Production and Circulation in the Early and Middle Neolithic. Edizioni Svevo, Triest 2002, S. 11 f.
  10. Mark Thomas: Archaeologists Unearth 7,000-Year-Old Submerged Road on Korčula Island, Revealing Ancient Neolithic Connection. In: The Dubrovnik Times, 9. Mai 2023.
  11. Brunislav Marijanović: First Eneolithic Idol Finds in Dalmatia. In: Archaeologica Adriatic. Band 3, 2011, S. 35–49.
  12. Mirjana Sanader: Kroatien in der Antike. von Zabern, Mainz 2007, S. 44.
  13. Duje Rendić-Miočević: Zur Frage der Datierung des Psephisma aus Lumbarda (Syll³. 141). In: Archaeologia Jugoslavica. Band 6, 1965, S. 77–80 (academia.edu).
  14. Sanda Hançević: Lumbardska Psefizma. Auf: korcula.net (mit Abbildungen).
  15. Archaeological Sensation on the Island of Korčula. In: Croatia Week. 21. November 2016.
  16. Hrvoje Potrebica, Sanda Hančević, Ivana Ožanić Roguljić: Late Roman site at Lumbarda, Island of Korčula (Croatia), Zadar 2016 (academia.edu).
  17. Majsan Island, auf korcula.net.
  18. Sutvara Island
  19. Danijel Džino: From Justinian to Branimir. The Making of the Middle Ages in Dalmatia (= Studies in medieval history and culture.). Routledge, New York (NY) 2021, ISBN 978-0-367-28004-8.
  20. The Statute of the town and island of Korčula from 1214, auf: korcula.net.
  21. Sani Sardelić: Landscape history of Korčula, Croatia, in: Gloria Pungetti (Hrsg.): Island Landscapes. An Expression of European Culture, Taylor & Francis, 2017, S. 59–64, hier S. 64.
  22. Wilhelm Adolf Lindau: Dalmatien und Montenegro: mit einem Ausfluge nach d. Herzegowina und einer geschichtlichen Übersicht der Schicksale Dalmatiens und Nagusa's. Mayer, Leipzig 1849, S. 161.
  23. Zitiert nach Fabian Kümmeler: Ländliche Gemeinschaften im venezianischen Dalmatien im Spätmittelalter – Lebenswelten und Gemeinschaftsvorstellungen auf Korčula im Vergleich (1420-1499). Dissertation. Wien 2017, S. 131.
  24. Bruno Crevato-Selvaggi: Fasti dalmati. Reggimenti e Rettori nella Dalmazia veneziana. In: Ester Capuzzo, Bruno Crevato-Selvaggi, Francesco Guida (Hrsg.): Per Rita Tolomeo, scritti di amici sulla Dalmazia e l’Europa centro-orientale. La Musa Talìa, 2014, S. 133–164, hier S. 147 (academia.edu).
  25. Oliver Jens Schmitt: ,Altre Venezie‘ nella Dalmazia tardo-medievale? Un approccio microstorico alle comunità socio-politiche sull’isola di Curzola/Korčula. In: Gherardo Ortalli, Oliver Jens Schmitt, Ermanno Orlando (Hrsg.): Il Commonwealth veneziano tra 1204 e la fine della Repubblica. Identità e peculiarità. Venedig 2015, S. 205–233.
  26. „pro bono dictorum locorum et ad evitanda omnia scandala, et ut fiat iusticia pauperibus personis oppressis“, zitiert nach Fabian Kümmeler: Ländliche Gemeinschaften im venezianischen Dalmatien im Spätmittelalter – Lebenswelten und Gemeinschaftsvorstellungen auf Korčula im Vergleich (1420-1499). Dissertation, Wien 2017, S. 111 f.
  27. Meyers Großes Konversations-Lexikon. Band 4, Leipzig 1906, S. 380: Curzola.
  28. Sani Sardelić: Landscape history of Korčula, Croatia. In: Gloria Pungetti (Hrsg.): Island Landscapes. An Expression of European Culture. Taylor & Francis, 2017, S. 59–64, hier S. 64.
  29. The Travels of Marco Polo — Volume 1 by Marco Polo and Rustichello of Pisa. Auf: gutenberg.org. von 1. Januar 2004; zuletzt abgerufen am 18. Februar 2022.
  30. Scrittori d'Italia Laterza: Marco Polo – Il Mmilione. Auf: bibliotecaitaliana.it (Memento vom 22. November 2007 im Internet Archive)
  31. Biblioteca Telematica – Classici della Letteratura Italiana: Il Milione di Marco Polo. - Capitoli 1-52. Auf: resident.it (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive)