Tannheim (Villingen-Schwenningen)

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Tannheim
Wappen der ehemaligen Gemeinde Weigheim
Koordinaten: 48° 0′ N, 8° 25′ OKoordinaten: 48° 0′ 0″ N, 8° 24′ 35″ O
Höhe: 750−800 m ü. NN
Fläche: 1,58 km²
Einwohner: 1285 (2015)
Bevölkerungsdichte: 814 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 78052
Vorwahl: 07705

Tannheim ist der südlichste der elf Stadtbezirke von Villingen-Schwenningen. Der Ort hat etwa 1285 Einwohner (Stand 2015) auf einer Fläche von 15,79 km² und liegt auf der Baar am Ostrand des Schwarzwaldes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste urkundliche Erwähnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Urkunde von 817.

Die Anfänge bis zur Eingliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tannheim war vermutlich schon ein alemannischer Siedlungsort. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort als Tanheim im Jahre 817 (Stiftsarchiv St. Gallen). Zunächst im Besitz des Klosters St. Gallen, gehörte er dann seit dem 13. Jh. zur Herrschaft Fürstenberg, von 1684 zum Fürstentum Fürstenberg, ab 1806 zum Großherzogtum Baden.

Am 1. Januar 1972 fand die freiwillige Eingliederung in die Stadt Villingen-Schwenningen statt. Gleichzeitig war damit der Wechsel vom Landkreis Donaueschingen in den Landkreis Villingen-Schwenningen verbunden. Mit der Reform zum 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Donaueschingen aufgelöst und dessen Gemeinden zum größten Teil mit denen des bisherigen Landkreises Villingen-Schwenningen zum neuen Schwarzwald-Baar-Kreis zusammengeführt.[1]

Tannheim ist der südlichste der elf Stadtbezirke.

Gemarkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grund und Boden der Gemeinde erstrecken sich auf 1.579 ha Gemarkungsfläche, davon sind 949 ha Wald. Er erreicht eine mittlere Höhenlage von 733 m.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1680: 0277 Einwohner (52 Männer, 50 Frauen, 175 Kinder)
  • 1950: 0743 Einwohner
  • 1972: 1092 Einwohner
  • 1975: 1080 Einwohner
  • 1980: 1171 Einwohner
  • 1985: 1235 Einwohner
  • 1990: 1189 Einwohner
  • 1995: 1234 Einwohner
  • 2005: 1386 Einwohner
  • 2010: 1342 Einwohner
  • 2015: 1285 Einwohner

Dorfentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Durchführung der Flurbereinigung (1982 abgeschlossen).
  • Kontinuierliches Füllen vorhandener Baulücken im Ortskern.
  • Erhalt mehrerer denkmalgeschützter alter Bauten.
  • 1959 Bau des Ortszentrums mit Schule (GHS bis Klasse 6) und Lehrerwohnhaus (1963).
  • Bau der Mehrzweckhalle (1975) und des Katholischen Verrechnungszentrums mit Pfarrsaal (1995).
  • Kindergartenanbau 1973.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundschule, Stärkung durch die Zuweisung der Schüler des Stadtbezirks Herzogenweiler. Im Rathaus wird seit 1973 eine Zweigstelle der Volkshochschule Villingen-Schwenningen betrieben. Tannheim ist Sitz des Katholischen Bildungswerks und hat eine Pfarrbücherei. Die Katholische Verrechnungsstelle ist für über 100 Pfarrgemeinden zuständig. Das Freibad wird geführt vom Förderverein Freibad e.V.

Seit 1996 besteht die Nachsorgeklinik Tannheim (familienorientierte Nachsorge für herz-, krebs- und mukoviszidosekranke Kinder).

Im Jahr 1995 wurde die Heimatstube eingerichtet.

Kultur in Tannheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Tannheim gibt es viele verschiedene kulturelle Angebote. So können sich die Einwohner in Vereinen oder auf Festen kulturell beteiligen.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Akkordeonverein
  • Bildungswerk
  • Förderverein Freundeskreis Schule
  • Förderverein Musikkapelle
  • Frauengemeinschaft
  • Freiwillige Feuerwehr Abt. Tannheim
  • Freundeskreis Heimatmuseum
  • Deutsches Rotes Kreuz mit JRK
  • Jugendtreff Tannheim
  • Kegelclub
  • Krabbelgruppe Tannheim
  • Landfrauenverein
  • Schützenverein
  • Seniorenkreis
  • Tischtennisclub
  • Narrenzunft.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 517.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Tannheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien